Samstag, 12. August 2017

Die Schönheit des Gartens bei regnerischen Wetter

Bloggen über den Garten in herbstlicher Stimmung


Es ist Samstag Abend. Ich sitze hier an meinem geliebten Blogger-Arbeitsplatz im ersten Stock am Fenster zum Garten. Es ist schon stockduster draußen. Es wird schon bald  Nacht. Am Fensterbrett zwischen den Orchideen brennt das kleine Lämpchen und wirft einen warmen Lichtschein auf meinen Laptop.

In wenigen Monaten werde ich wieder fast nur bei dieser ruhigen Stimmung hier sitzen und schreiben. Dann wird Winter sein. Allerdings – und da bin ich wirklich froh, daß es noch nicht so weit ist -  herrschen dann draußen noch mal andere Wetterbedingungen als im Moment. Und es wird nichts mehr grünen und blühen.

Zu der ganz vorsichtig in mir aufsteigenden Winterstimmung passen dann auch ein wenig die Fotos, die ich soeben für meinen Beitrag ausgesucht habe. Wie überschreibe ich den Text heute? Mir fällt immer als Stichwort „Auguststimmung im Landgarten“ ein. Dann allerdings wären sicher ein paar Leser enttäuscht, wenn sie die Bilder sehen. August stellt man sich eben anders vor. Die  Fotos passen dann  unter eine Überschrift mit dem Thema Stimmungsbilder im Oktober.

Nachdem es zwei Tage komplett durch-genieselt hat, die Temperaturen nur knapp in den zweistelligen Bereich klettern und Nachts immer darunter  bleiben, sieht der Garten ganz anders aus, als noch vor wenigen Tagen. Weil auch den ganzen Tag nicht ein Sonnenstrahl den Boden erreicht, gibt das eine ganz besondere, sehr ruhige Stimmung.

Ich habe versucht diese  besondere August-Stimmung in Fotos einzufangen. So wie ich den Garten heute gesehen habe. Und ich habe ihn, so wie er war, wirklich genossen. Schön war es. Die Arbeiten, die Ruhe, die Farben und die erdigen Gerüche oder die Frische Luft.


Also wenn das keine Herbststimmung ist. 

Herbststimmung (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung (c) by Joachim Wenk

Impressionen vom Landgarten nach dem Regen


Mein Mäuerchenbeet im Vorgarten. Ich freue mich über alles was blüht. Klar gibt es Lücken, da ja nicht alle Stauden überlebt haben im Winter. Ich hätte Einjährige sähen können. Das war aber noch nie mein Ding. Ich hätte im Gartencenter blühende Stauden kaufen können und einsetzen. Also das wird ja nie mein Ding werden. Diese blühenden Besen hätten in meinem Beet den gleichen Charme, wie ein buntes Ufo, das des nächtens darin gelandet ist. Ein Fremdkörper eben. 

Nein, ich will keine "dekorierten" Beete mit fertigen Blumen oder Stauden. Diese Beete und Stauden haben ohnehin kein langes Leben und müssen damit ständig neu bepflanzt und auch nachgepflanzt werden. 

Ja, ich habe schon ein paar Mal, wenn sie mir ganz besonders gefiel oder ich genau so eine brauchte, eine blühende Staude ins Beet gesetzt. Den Sonnenhut hier im Bild oder in einem anderen Beet eine Herbstanemone. Oder im Frühjahr, nach meinem Geburtstag eine blühende als Geschenk mitgebrachte Staude. Aber sie sehen erst einmal fremd aus. Und so richtig gefallen, also dass ich sie bewundere, tun mir die Stauden ohnehin dann erst im folgenden Jahr. Wenn der Wuchs natürlich und nicht reisigbesenartig nach oben gerichtet ist. Wenn sie im Beet lebt und nicht nur einfach hinein gestellt wurde. Und wenn sie eben tatsächlich wieder kommt und damit zeigt, daß es ihr hier gefällt. 

Dann gehört sie zu meinem Garten und das nenne ich gärtnern. Langfristig, nachhaltig, vorausschauend, planend, Überraschungen annehmend (Stichwort Selbstaussäher) und über die Jahreszeiten umsorgend, in guten und in schlechte Zeiten. So ist mein Verhalten als Hobby-Gärtner, mein Selbstverständnis als solcher. 

Und so sieht es dann in meinem Staudenbeet gerade aus. 

Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk

Hier im Bild zu sehen die Schönhütchen von der Fiona, die sie mir vergangenen Sommer als Ableger aus ihrem Garten zusandte. Erst dachte ich, sie ist eine der Stauden, die den Winter nicht überlebten. Traurig war ich, weil ich sie doch so sehnsüchtig erwartete die an den Sonnenhut erinnernden Blüten. Blüten die aber nicht seine steil aufrechte Haltung mitbringen. Eher tänzelnd über dem Beet, vom Wind mal hier und mal dorthin gezwängt. So stellte ich mir das durch die Beschreibung bei der Fiona vor.

Aber sie kamen nicht im Frühjahr. Und dann eines Tages entdeckte ich sie doch. Die Freude war groß. Jetzt, wo  sie blühen ist die Freude so richtig in mir empor gekommen. Ja sie tänzeln im Wind. Leider aber haben sie keine Nachbarn, an die sie sich anlehnen können. Die sind nicht wieder gekommen nach dem Winter. Und weil die dünnen Stiele sonst ganz am Boden liegen, habe ich sie doch ein wenig angebunden. Aber sie sind da, sie sind doch noch gekommen. Juchhu.

Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk

In einem anderen Beet erblühen die ersten Herbstchrysanthmen. 

Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk

Herbstastern und gelbe Schafgarbe. Wenn das nicht Herbststimmung wachruft. Aber nett, wie sie durch den Zaun lugen und das Geschehen unten auf der Dorfstraße beobachten. Sicher kommentieren sie es auch,  ähnlich den beiden Senioren in der Loge bei der Muppet-Show. Ob sie auch so  zynisch kommentieren?

Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk
Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk


Seit so vielen Monaten eine Freude neben der Haustüre. Langsam aber wird die Schale zu klein. Soll ich einzelne abzupfen und eintopfen? Soll ich es noch über den Winter so lassen? Ich bin mir nicht sicher. Aber eine sehr schöne Sammlung, die ich da im Herbst letzten Jahres als solche erstanden habe. Tolle Farben, wie ich meine. 

Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk
Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk

Herbstliche Gemüse im Garten und der Küche


Tolle Farben auch im Gemüsegarten beim Baumspinat. Ich liebe ihn. Im Garten und am Salatteller. 

Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk

Tolle Blume, grün in grün. Aber hier kommt es schließlich nicht auf die Farbe an, sondern auf den Geschmack. Der Brokkoli wird erntereif.

Brokkoli (c) by Joachim Wenk
Brokkoli (c) by Joachim Wenk

Und was soll das hier? Was macht eine blühende Staude im Gemüsebeet? Das ist eine Marshmallow-Pflanze und darf damit im Gemüsegarten, in dem  ja Essbares angebaut wird, stehen. Ja tatsächlich aus den Wurzeln des echten Eibisch (so heißt er wirklich) wurden damals die Marshmallows gemacht.

Aber ich habe ihn nicht wegen der Wurzeln im Gemüsebeet. Wie könnte es anders sein, er hat sich da selbst hin gesetzt. Seine Mutter steht vor dem Gemüsegarten im Staudenbeet. Diese hübsche kleine Ausgabe werde ich im Herbst ausgraben und in ein Staudenbeet pflanzen. Die Mutter ist etwa 180-200 cm hoch und sehr wüchsig. Sie blüht seit vielen Jahren im Beet und sät sich immer bereitwillig selbst aus. Meine Stockrosen, mit denen er ja verwandt ist, kamen dieses Jahr nicht in die Gänge, der Eibisch aber blüht wie in jedem Jahr und wächst wie in jedem Jahr.

echter Eibisch (c) by Joachim Wenk
echter Eibisch (c) by Joachim Wenk


Lange war ich guter Dinge, nun ist es wieder so weit. Jedes Jahr das Gleiche. Immer wenn meine Gurken anfangen zu tragen kommt diese Seuche und sie sind in Kürze tot. Ich möchte einmal den Sommer über Gurken ernten können. Was kann man dagegen tun? Ich weiß es nicht. 

kranke Gurken (c) by Joachim Wenk
kranke Gurken (c) by Joachim Wenk

Der Neuseeländer Spinat ist gesund und wüchsig wie immer. Er kam heute in einen leckeren Sommer-Gemüse-Strudel, dessen Rezept ich, neben anderen, wieder bei www.achimsgartenzumessen.de beschrieben habe. 

neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk


Noch eine Weile im Beet benötigt der Toskanische Grünkohl und die Rote Beete. Aber auch hier sieht es schon richtig herbstlich aus, finde ich. 

Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk
Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger im Beet wird er hier stehen. Mein geliebter "fränkischer Wasabi", der gewöhnliche Meerrettich eben.
Meerrettich (c) by Joachim Wenk
Meerrettich (c) by Joachim Wenk


Die Glockenpaprika schmückt sich mit, noch grünen, Glöckchen. Und wer sich über die eigenartige Blüte für eine Paprika wundert, sollte einmal genau hinsehen. Ja tatsächlich, das ist eine Gurkenblüte. Die Gurke kommt eben weit rum bei mir im Gewächshaus. Nur am Boden ist es ihr wohl zu langweilig. 

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk


Heute gepflanzt. Die Beilage für die kommende Karpfensaison. Endiviensalat. 

Endivien (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzter Endivien (c) by Joachim Wenk

 Himbeerernte mit der Leiter?


Und auch diese Arbeit habe ich heut endlich erledigt. Meine Sommerhimbeeren habe ich ausgeschnittten. Alle abgetragenen Ruten müssen entsorgt werden, daß die neuen genug Licht und Luft bekommen. Ich habe vor kurzem bereits über sie geschrieben und meiner Ratlosigkeit Ausdruck verliehen. Die Triebe sind wirklich ellenlang. Wenn die nächstes Jahr Blüten treiben haben sie wieder keinen Halt und knicken. Wenn sie nicht schon im Winter oder den Herbststürmen über dem Gerüst abgenickt werden. Abschneiden ist nicht gut, weil dann die Ernte verloren geht.

Nun hatte mir die Christine gesagt, daß man sie einfach lassen solle und oben noch einmal anbinden, an einer weiteren Querstange.

Die Stange konnte ich nicht anbringen, aber ich habe senkrechte Stecken am Zaun fixiert, quer eine Schnur gespannt und sie daran angebunden. Jetzt können sie ohne Gefahr zu laufen geknickt zu werden, bis zum nächsten Frühsommer so bleiben. Einen Nachteil hat das ganze dann aber doch. Wie ernte ich? Da brauche ich ja eine Leiter zum Himbeeren ernten. Das wird ja lustig werden....


(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk











Mittwoch, 9. August 2017

Sommerblüten und wie wichtig die Sonne für das Gemüse ist

Gartentagebuch  vom Wochenende 5. und 6. August 2017


Wahnsinn, August. Wo kommt der her? Gerade noch Rosenblüte und Anfang Juni und nun schon große Ernte im August. Kürzere, spürbar kürzere Tage, morgens Nebel, kühle Nächte, die Sonne mit weniger Kraft. 

Naja weniger Kraft heißt nicht, keine Kraft. Es ist noch warm und ich genieße das gerade. Die Aussichten sagen Kühle und Regen voraus. Den Regen kann ich schon wieder brauchen, also sehe ich allem gelassen entgegen. 

Auch wenn es im Garten nicht so blüht, wie ich es mal geplant habe. Auch wenn meine Staudenbeete keine gezielte Kombination auserwählter Blütenstauden sind, so blüht es doch überall im Garten. 

Mal hier mal da, dort und sogar da, wo es gar nicht blühen sollte. Fast alles liefert Nektar und Pollen für die Fluginsekten und oft sogar Samen für die "Kernbeißer" unter den Gefiederten. Ich weiß nicht, ob es die für die Bezeichnung und Kategorisierung der Gärten zuständigen Fachleute, das als Naturgarten durchgehen lassen würden. Ein natürlicher Garten ist es allemal. 

Hier sehen wir eine Bonsaisonnenblume. Der Samen viel wohl den Spatzen im Winter aus dem Futterhäuschen und landete für die gefiederten Freunde unerreichbar in der Steinfuge. 

Blüten im Sommergarten


Sonnenblume (c) by Joachim Wenk
Sonnenblume (c) by Joachim Wenk

Immer wieder faszinierend, die unendlich filigrane Blütenpracht der Wiesenraute.

Wiesenraute (c) by Joachim Wenk
Wiesenraute (c) by Joachim Wenk



Die Rose de Resht macht sich auf zur zweiten Blüte. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auch hier wieder die Wiesenraute. 

Rose de Resht und Wiesenraute (c) by Joachim Wenk
Rose de Resht und Wiesenraute (c) by Joachim Wenk

Keine Blütenpflanze und dennoch in voller Blüte,  beziehungsweise kurz danach. Die Rote Melde soll Samen bilden und sich aussamen, für nächstes Jahr. 

blühende  Melde  (c) by Joachim Wenk
blühende  Melde  (c) by Joachim Wenk



Ein Blick  in den Gemüsegarten in der Morgensonne.

Gemüsegarten in der Morgensonne (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten in der Morgensonne (c) by Joachim Wenk

Der Gemüsegarten lebt vom Sonnenlicht


Morgensonne und Gemüsegarten sind gute Stichworte. Genauer genommen sollte ich generell "Sonne" sagen. Mein Gemüsegarten im Garten ist zu schattig, muß ich feststellen. Nicht nur der Boden und in den vergangen Jahren der Wassermangel lassen die Pflanzen nicht richtig wachsen. Der Lichtmangel trägt einen großen Teil dazu bei. Mir war das nicht bewußt, scheint doch auch hier die Sonne. So arg, daß immer alles welk war, die letzten Jahre, als die Sonne alles verbrannte. Aber es ist zu wenig, zu wenige Stunden am Tag. 

Wie ihr wisst, habe ich unten am Dorfweiher noch ein Stückchen Land gepachtet für Kartoffeln zum Beispiel. Dort gibt es keinen (! ) Schatten. Sonne pur den ganzen Tag. Hier wuchert das Gemüse in einer wahnsinnig dunklen Blattfarbe, riesige, kräftige Blätter. 

Ich habe Kürbis, Zierkürbis, Pattison am selben Tag in die selbe Topfplatte gesät. Unten am Weiher sind die Pflanzen der Zucchini und Patissons so hoch, daß sie mir beinahe bis zur Brust  gehen. Ich schätze etwa 140 cm hohe Büsche. Im Garten oben haben sie blassgelbe schwächliche  Blätter, die Pflanzen bestimmt einen Meter niedriger als im Weihergarten. Die Früchte unten in der Sonne reifen und reifen und ich komme mit dem Ernten nicht nach. Oben im Gemüsegarten im eigentlichen Garten gibt es jetzt erste kleine Früchte. Und das ist schon immer so. Alle ernten ohne Ende diese Früchte und ich nicht. Ich dachte der Boden ist nicht in Ordnung. Er ist auch nicht sehr gut, fast ohne Humus. Aber jetzt glaube ich, daß der Sonnenmangel mindestens so viel wiegt, wie die geringe Bodenqualität. 

Also jedenfalls hier habe ich für heute erst mal ein paar aktuelle Fotos vom Sonnengarten am Weiher. 

So sieht der Garten jetzt im Moment aus. Links unten im Bild die Patissons. 

sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk


Ein Schwenk hoch in den eigentlichen Gemüsegarten. Unten rechts die Patissons hier. Das Gitter der Gurken ist etwa 1 m oder 1,10 m hoch. Man sieht also, wie klein die Patissons hier oben sind. 
Patissons im eigentlichen Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Wenige Wochen davor konnte man am Weg noch laufen. 

sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk



Im Mai, als ich die Zucchini, links in der unteren Bildhälfte, pflanzte, waren die Kartoffeln schon schön entwickelt.

sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

So sah der Garten Anfang Mai aus. Die Kartoffeln wuchsen schon da recht kräftig und ich habe gerade noch den richtigen Zeitpunkt erwischt, zwischen den Reihen Stroh zu mulchen. Kurz darauf waren bereits die Reihen geschlossen und ich hätte kein Stroh mehr verteilen können.

sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk


Noch einmal ein Blick von der Dorfstraße in den Garten. Jetzt am Wochenende. 
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk


Gleicher Blick im Mai. 

sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
sonniger Garten am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk


und wieder ist eine  Hecke geschnitten


Und zum Schluß noch ein Blick auf die Arbeit vom Samstag, die ich heute abgeschlossen habe.

Der Heckenschnitt der nächsten Hecke und Staudenschnitt. Heute habe ich dann alles gehäckselt.  5 Stunden mit Ohrschützern am Häcksler. Danach wußte ich auch, was ich getan habe...



Heckenschnitt und Staudenschnitt fertig zum Häckseln (c) by Joachim Wenk
Heckenschnitt und Staudenschnitt fertig zum Häckseln (c) by Joachim Wenk


Hier die Aufgabe vom Samstag: Die Hecke muß gestutzt werden. 

Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk


Aufgabe erledigt, Hecke geschnitten. Stellenweise meinte ich, mehr Wildrosen und Weißdorngestrüpp herausgeschnitten, als die Hecke gestutzt zu haben. Sie mußte unbedingt auch wieder deutlich niedriger werden, schmäler und vor allem oben schmäler als unten. Es ist im Moment eher umgekehrt.

Leider sieht die  Hecke jetzt nicht schön aus. Weil ich die Höhe weggenommen habe und oben viel weg geschnitten habe, ist sie jetzt kahl und ohne Grün. Zumindest in weiten Teilen. Ich hoffe jetzt auf die vorhergesagten kühlen Tag und Regen. Sicher treibt sie noch einmal durch. Hoffe ich, jedenfalls.

Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk


Vorher.
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk

Nachher.
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Hecke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk


Blick unterm Flieder Richtung Weinberg.

Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk
Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk

Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk
Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk


Der Weinberg. Wieder ohne Früchte, da im April ja alles erfroren ist. Ein Weinstock ist ganz erfroren.

Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk
Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk

Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk
Hecke mit Weinberg und Weiherblick (c) by Joachim Wenk

Samstag, 5. August 2017

Erste Erfahrung mit Saatzwiebeln und es wuchert im Selbstversorger Gemüsegarten

Falsche Artikelnummer bestellt und dadurch wertvolle Erfahrung gesammelt


Im Winter nahm das Chaos seinen Anfang. Jetzt ist es abgeschlossen und ich bin dadurch reicher geworden. Reicher an einer neuen sehr schönen Erfahrung, reicher an Erkenntnis und reicher an schönen Zwiebelchen. 

Ende März berichtete ich bereits von meinem Mahlheur, HIER nach zu lesen. 

Zwiebeln sähen statt stecken ist total einfach und erfolgreich


Anstelle von Steckzwiebeln orderte ich scheinbar Zwiebelsamen. Zumindest kamen die im Paket mit, an Stelle der Steckzwiebeln. Steckzwiebeln habe ich noch nach bestellt. Und ich habe recherchiert. 

Es ist wohl tatsächlich so, daß den Saatzwiebeln eigentlich der Vorzug zu geben wäre. Und ich dachte immer, Zwiebeln müssen gesteckt werden. 

Also steckte ich die dann noch gekommenen  Steckzwiebeln. Es waren Schalotten der Sorte Red Sun. Die sind schon seit einiger Zeit geerntet und werden verbraucht. Mit der Ernte war ich dieses Jahr einmal sehr zufrieden. 

Die Samen kamen auch  in die  Erde. Und keimten rasch und zuverlässig. Im Gartenbuch las ich, wie unkompliziert das Zwiebelsähen ist. Man steckt pro Topf in der Topfplatte nicht unbedingt nur einen Samen, sondern man kann auch gleich mehrere hinein sähen. 

keimende Gemüsezwiebeln im März (c) by Joachim Wenk
keimende Gemüsezwiebeln im März (c) by Joachim Wenk

Beim Auspflanzen werden sie nicht vereinzelt, sondern so als kleiner Pulk  gepflanzt. Das probierte ich dann ganz gezielt noch einmal mit 3-5 Samen pro Topf. 

Irgendwann wurde ausgepflanzt. Und irgendwann habe ich sie ganz vergessen. Alles war sowieso von  Unkraut, Baumspinat, Borretsch, Melde, Ringelblumen und Giftbeere überwuchert. 

Jetzt habe ich mich einmal ans Werk gemacht, und alles im ersten Schritt grob entfernt. Die Ringelblumen haben schon Samen für nächstes Jahr verstreut und bekommen wieder den Mehltau. Die mussten raus. 

Unter all dem Dickicht waren erntereif die Saatzwiebeln der Sorte Rijnsburger Auslese. Ihr seht sie hier im Korb zum Trocknen. Herrliche runde gesunde Zwiebeln, die nur minimalst Laub, also Grün, hatten. Das stirbt jetzt ab. 

Die im Pulk gesetzten entwickelten sich so, wie im Buch beschrieben. Sie wurden alle gleichmäßig runde Zwiebeln,die sich einfach auseinander drückten, damit sie genug Platz haben. 

Gemüsezwiebeln Rijnsburger Auslese, aus Samen gezogen: Ernte (c) by Joachim Wenk
Gemüsezwiebeln Rijnsburger Auslese, aus Samen gezogen: Ernte (c) by Joachim Wenk



Also wenn das so unkompliziert und erfolgreich ist mit den Zwiebeln und den Samen, dann werde ich künftig nur noch sähen. In den Katalogen ist die Auswahl an Zwiebelsamen-Sorten ohnehin vielfältiger, als das Steckzwiebelsortiment. Und mit Steckzwiebeln habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Sie wuchsen nicht, faulten dann später. Die Ernte war immer unbefriedigend und den Aufwand nicht Wert. 

Gemüsezwiebeln und Knoblauch knollen Ernte (c) by Joachim Wenk
Gemüsezwiebeln und Knoblauchknollen Ernte (c) by Joachim Wenk

Verwilderter Knoblauch bringt erstklassige Ernte


Im Korb mit den Zwiebeln ist auch der Knoblauch, den ich beim Unkraut rupfen mit erntete. Im Frühjahr steckte ich viel zu spät. Ich kam einfach nicht dazu. Es waren schließlich mehr vertrocknete, denn kräftige Knoblauchzehen. Dieser Knoblauch entwickelte sehr kleine, etwa kirschgroße Knollen. 

In den letzten Jahren habe ich immer wieder hier und da beim Ernten einfach Knoblauch übersehen und der treibt dann im Frühjahr als Büschel aus. Da ernte ich gern das Grün für den Salat oder aufs Brot. Dieses Jahr grub ich einfach diese Büschel aus.  Die Not trieb mich dazu, weil ich ja keinen richtigen, ordentlich gesteckten Knoblauch, ernten konnte, durch meine Nachlässigkeit im Frühjahr. Neugierig war ich ja  beim ersten Knoblauchbusch,  was mich da erwartet. Ich war Baff. Ihr seht es im Foto, super große und schöne Knollen. Wieder ein Überraschungserfolg. 

Ringelblumen  - hübsch anzusehen, aber für eine reiche Ernte hinderlich


Die Aufräumarbeiten im Gemüsegarten werden wohl noch ein bisschen dauern. 

Hier seht ihr die ganze Pracht vor meiner Jäte-Wut. Der Gemüsegarten erhält durch die großen Bäumen ohnehin zu wenig Sonne. Das war auch einer der Gründe, warum alles Hohe und Wuchernde, das nicht mehr geerntet wird, weg mußte. Jetzt kommt mehr Licht an die Gemüsepflanzen. 


Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk
Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk

Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk
Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk

Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk
Bio-Gemüse-Garten im August (c) by Joachim Wenk


Das vorläufige Endergebnis meiner Aufäumaktion. 

Das kann ich dann gleich mit häckseln, wenn der Apparat ohnehin angeschmissen wird. Ich will ja noch eine Hecke stutzen, danach wird wieder gehäckselt. 


(c) by Joachim Wenk
Überflüssiges aus den Gemüsebeeten wurde entfernt (c) by Joachim Wenk


Bis der neue Häcksel-Mulch vorhanden ist, habe ich die große Fläche hier gleich mal mit Pappe bedeckt und mit Baustahl beschwert. Hier standen die Blauwschokker-Erbsen, viel Unkraut und Ringelblumen. Nach dem es weg war, wuselte es noch am Boden, dass man meinte einen Ameisenhaufen geöffnet zu haben. Aber es waren keine Ameisen, sondern unzählige verschieden Krabbeltiere. Unter der Erde sieht das ja auch so aus. Ein Leben ist durch den Dauermulch hier überall. Es ist einfach eine Freude. Mein Garten und der Boden leben, mangels Glyphosphat, RoundUp und anderen Zaubermitteln.  Das finden sicher auch die Frösche, die sich von diesem Getier ja ernähren. 

Ist das Wuchernde entfernt, sieht man das herrliche Gemüse

 Blaukraut im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
 Blaukraut im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk



Blick in den Gemüsegarten. Rechts die Einlegegurken in voller Blüte. Die Rankgitter stehen übrigens noch von den Erbsen hier. So war es geplant, als ich  Mitte Mai die kleinen Gurkenpflänzchen setzte. Die Erbsen waren da noch am Wuchern und bildeten Schoten. Jetzt sind sie abgeerntet, das Erbsenstroh am Kompost und die Rankgitter können, von den jetzt wuchernden Gurken und dem Kürbis in Beschlag genommen werden. 

Einlegegurken am Rankgitter (c) by Joachim Wenk




Hinter, über, unter und in den Einlegegurken, macht es sich der Kürbis bequem. Eigentlich stehen da auch  noch Paprika und Tomaten. Überzählige Pflanzen, die ich irgendwo unter bringen mußte. Sogar die hängen voller Früchte und die werden gerade reif.

Kürbis und Einlegegurken wuchern im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
 Kürbis und Einlegegurken wuchern im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk



Und wiederum hinter dem Kürbis, wächst der Topinambur. Seine Blüten bereichern optisch den Gemüsegarten. Der Platz direkt unter dem Walnußbaum, kann für anderes Gemüse absolut nicht genutzt werden. Dort im Boden gedeiht nichts. Topinambur allerdings schert sich nicht um ein dichtes Blätterdach und ein dichtes Wurzelnetz des Baumes, der gedeiht prächtig. Zu dumm, dass ich ihn einfach nicht mag. In keiner mir bekannten Zubereitungsart konnte er überzeugen. Dabei brächte er ohne Arbeits- und Pflegeaufwand meinerseits so schöne Ernten.

der Topinambur blüht (c) by Joachim Wenk
der Topinambur blüht (c) by Joachim Wenk



Im Beet neben dem Topinambur steht das Lagerkraut für Sauerkraut und der Rosenkohl. 

Spätes  Weißkraut und Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Spätes  Weißkraut und Rosenkohl (c) by Joachim Wenk



Auch ein paar spät gesäte Buschbohnen wachsen da noch und Winterlauch, den ich erst ausgepflanzt habe. Man sieht ihn gar nicht richtig am Foto.

Spätes  Weißkraut und Rosenkohl und später Lauch  (c) by Joachim Wenk
Spätes  Weißkraut und Rosenkohl und später Lauch  (c) by Joachim Wenk


Meine Dahlien blühen dieses Jahr gesammelt im Gemüsegarten. Beeindruckend ist die mannshohe Sir Alfred Ramsey mit Blüten von etwa 25 cm Durchmesser und mehr.

Dahlien Sir Alfred Ramsey und Galant Knight  (c) by Joachim Wenk
Dahlien Sir Alfred Ramsey und Galant Knight  (c) by Joachim Wenk

Wieder weiter, entgegen  dem Uhrzeigersinn, im nächsten Beet, steht der Meerrettich und - jetzt nach der Ringelblumenauslösch-Aktion- auch eine Reihe Lagermöhren.

Lagermöhren und Meerrettich (c) by Joachim Wenk
Lagermöhren und Meerrettich (c) by Joachim Wenk



Im Schneckenzaunbeet ist der Sommerlauch geerntet und eingefroren. Ein Teil vom frühen Weißkraut ist ebenfalls eingefroren. Der Rest muß dringend auch noch verarbeitet werden. Der erste Brokkoli hat eine schöne grüne Blütenknospe. Der Kopfsalat wurde nichts mehr, der schoß gleich. Aber ein oder zweimal können wir davon essen. Die Salatgurken wachsen und blühen und fangen jetzt auch an, zu tragen. Die ersten Gurken sind verspeist.

Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
fast schon herbstliche Stimmung im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk


Das Bohnentippi beweist mal wieder, daß fast 4 m nicht zu hoch sind ,für die Bohnen. Lediglich die afrikanischen Meterbohnen waren ein Reinfall. Andere, welche die gleichen Samen sähten, ernten schon laufend. Wieder was gelernt. Diese Bohnensorte brauche ich nicht an zu bauen bei mir.

Stangenbohnen am Bohnen-Tippi (c) by Joachim Wenk
Stangenbohnen am Bohnen-Tippi (c) by Joachim Wenk



Die Tomaten werden reifer und reifer. Bald geht das Einkochen los. Im mediterranen Grill-Gemüse und als Salat werden sie schon laufend her genommen.

Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk
Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk

Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk
Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk

Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk
Tomaten werden reif (c) by Joachim Wenk


Hilfe! Meine Himbeeren wachsen ins Unendliche

Beinahe glaube ich, die Himbeeren wollen es den Bohnen nachmachen. Wie pflegt man die nur richtig? Hat jemand einen Rat? Es sind Sommerhimbeeren. Die Ernte ist abgeschlossen und eigentlich sollte ich schon die abgetragenen Triebe entfernt haben. Der Bestand braucht dringend Luft. Die neuen Triebe sind unendlich am Wachsen. 3 Meter haben sie schon und die wachsen noch weiter. Das gibt nächstes Jahr unendliches Chaos, wenn sie austreiben und Blütentriebe entwickeln. 

So schlimm war es noch nie. Aber die waren schon immer viel zu hoch. Letztes Jahr kürzte ich dann im Herbst die Triebe auf etwa 180 cm. Das mache ich nicht mehr. Im Ergebnis, blieb dieses Jahr die Ernte fast vollständig aus. Dabei tragen sie sonst immer überreich. Aber durch den Rückschnitt trieben sie keine - naja fast keine - Blütentriebe. Also, wenn jemand Erfahrung mit solchen langen Trieben hat und mir sagen kann, was ich tun könnte, wäre ich dankbar. 

überlange Himbeer-Ruten bei Sommerhimbeeren (c) by Joachim Wenk
überlange Himbeer-Ruten bei Sommerhimbeeren (c) by Joachim Wenk

überlange Himbeer-Ruten bei Sommerhimbeeren (c) by Joachim Wenk
überlange Himbeer-Ruten bei Sommerhimbeeren (c) by Joachim Wenk


Im Gewächshaus wuchert es auch - hier aber sind es die Gemüsepflanzen

Noch ein Blick ins Gewächshaus. Hier mußte ich nichts wucherndes entfernen. Da achtete ich von Anfang an darauf, daß nur Kulturpflanzen und Mulch vorhanden sind. Auch hier alles gesund und munter. Inklusive dem noch immer dort wohnenden Laubfrosch. 

Die Tomaten haben grünes Laub bis unten am Boden. Das war die letzten Jahre nicht so. 

Tomaten im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Die Paprika sind wüchsiger als vergangenes Jahr. Aber nicht so, wie die Jahre davor.

Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Aber über mangelnden Fruchtbehang kann ich mich nicht beklagen. Auch habe ich bereits geerntet.  Letztes Jahr fast gar nichts und sonst immer erst im September. Da ist es dieses Jahr schon beinahe perfekt. Schön wachsende, nicht zu sehr wuchernde Pflanzen und beizeiten reife Früchte.

Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Die Aussaaten für Gemüse jetzt zum pflanzen, gelingen gerade nicht, wie sie sollen. Alles ist gakelig und schießt. Nur der Endivien, der mir besonders wichtig ist, entwickelt sich ordentlich. Den brauchen wir ja dann wieder im Herbst und Winter im Kartoffelsalat zu unseren Karpfen.

letzte Gemüse Jungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
letzte Gemüse Jungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Für dieses Mal also wieder ein ausführlicher Bericht über den Gemüsegarten vom Selbstversorger. 

Beim nächsten Mal gibt es wieder Fotos vom Heckenschnitt und vielleicht von hübschen Blüten. 

Komme ich mal wieder  zum Kochen, werde ich auch diese Rezepte wieder bei achimsgartenzumessen.de veröffentlichen. 

Bis dahin wünsche ich ein schönes Gartenwochenende.