Samstag, 7. Oktober 2017

Der Herbsttag

Kennt ihr das? Im Frühjahr ist man voller Enthusiasmus, man platzt vor Elan und Tatendrang. Die Vorfreude wird unerträglich. Eine aufgeregte Wachheit ist der Normalzustand.

Hoffnungen, Ziele Wünsche alles zusammen schwirrt im Kopf herum.  Es zieht einen raus, ans Licht, in die Welt, ins Leben. Da bin ich, was liegt an?

Und dann, dann kommt das Jahr. Jedes Jahr ein Neues. Immer wieder und es gibt kein Ende.
Enttäuschungen,  Erfolge, schöne Momente oder aufregende Momente. Anstrengung, Arbeit, Hektik. Feiern, freuen, genießen, wundern und leben stehen auf der Tagesordnung.

Es ist Sommer. Wir leben und genießen in vollen Zügen, unbeschwert. Sonne, Düfte, Wärme. Eine Kurze Hose und ein Hemd genügen, wenn man raus geht. Alles wächst und gedeiht. Niemand denkt daran, daß das Ende fest programmiert ist. Alles ist so normal, alltäglich. Man gewöhnt sich an die Wärme und Unbeschwertheit. Man lässt sie verfliegen ohne sie wirklich immer wieder und immer aufs Neue bewusst wahr  zu  nehmen. Es scheint, als ginge es immer so weiter.

Aber ja, es geht weiter! Nur eben nicht so. Man hat getan, was getan werden muß und was möglich war. Manchmal sogar was unmöglich war.

Die Zeit vergeht. Man merkt, daß es keinen Sinn mehr macht etwas Neues anzufangen, etwas zu sähen oder zu pflanzen. Die  Zeichen stehen auf Stillstand. Es gibt Umbau, Abbau und Verderb. Genaus so aber Reife, Fülle und Ernte. Die Ernte so vieler Arbeitsstunden und Arbeitsmonate.

Auf alle  Fälle aber gibt es auch Rückzug. Zum letzten mal wird etwas gemacht. Die letzten Tomaten geerntet, die Tücher von der Dörrstation gewaschen gefaltet und verstaut. Das letzte Ingwerbier, die in heißen und aktiven Sommermonaten so genossene Erfrischung, getrunken. Oder der letzte Kaffee in der Hollywoodschaukel auf der Terrasse.

Würze und Aromen der Kräuter sind verflogen.

Obst und Beeren abgeerntet.

Allee von Säulenobstbäumen  (c) by Joachim Wenk
Allee von Säulenobstbäumen  (c) by Joachim Wenk

Herbst und Wintergemüse stehen still im Beet und warten. Sei warten auf die Ernte oder noch letzte Sonnenstrahlen, die Energie bringen. Energie, die gespeichert wird und nicht mehr in erster Linie dem Wachstum dient.

Rosenkohl  (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl  (c) by Joachim Wenk

Man will raus und überlegt erst, was man anziehen soll. Wie man sich schützen kann vor dem, was einen dort draußen erwartet. Die Hose wird wieder lang, Schuhe müssen sein, ein Pullover und eine Jacke. Ist die Mütze vielleicht auch schon zu empfehlen. Der Wind bläst stark und kalt. Manchmal ist leichter Regen dabei, der einem ins Gesicht schlägt. Die Finger oft klamm und unbeweglich. Von der vielen Arbeit und von der Kälte und von der wenigen Lust, sie noch zu bewegen.

Wie ein Ohwurm wiederholt sich mir draußen im Garten,  gerade bei den nun vermehrt auftretenden grauen, nassen und kalten Tagen, eine Folge von Worten:

wer jetzt kein Haus hat, baut auch keines mehr.


Ich wollte jetzt dazu schreiben, woher die Worte stammen, weil ich selbst nicht weiß, woher ich sie habe. Sie stammen nicht von mir, aber sie sind exakt meine momentane Empfindung.

Sie entstammen dem Gedicht "Herbsttag" von  Rainer Maria Rielke. Das Gedicht  passt so unverstellbar genau zu meinen momentanten Empfindungen und Beobachtungen, dass ich es für interessierte Leser unten nach meinem Beitrag eingefügt habe.

Beinahe automatisch macht man die Dinge, die erledigt werden müssen. Die Lust und der Eifer vom Frühjahr aber sind verschwunden. Ob sich diese wieder aufladen?

Jedes Jahr immer aufs Neue dieser Kreislauf. Und dann doch immer wieder Frühjahr.
Kommt einmal die Zeit, da kein Frühjahr mehr kommt? Und da es Winter bleibt?

Wir werden sehen. Bis dahin bleibt nur eines, abwarten. Warten und still dastehen, wie das Herbstgemüse im Beet.  Der Rest wird sich zeigen

Bereiten wir uns also vor auf den Winter. Auf noch mehr Rückzug, noch mehr Hüllen aus  Stoff um uns herum, als Schutz vor der Aussenwelt. Einigeln, zurückziehen in die Ruhe und Geborgenheit des Heimes stehen auf meiner Wunschliste ganz oben. Ausruhen und Nichtstun.


Ich wünsche euch allen noch schöne sonnige Herbsttage. Und wenn es doch anders kommt, schaut euch die Herbstfotos an. Sie helfen ein wenig, die düstere Stimmung zu vertreiben. 




rosa Dahlie und gelbe Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
rosa Dahlie und gelbe Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk

Dahlie Twillight (Zwielicht), wie passend der Name hier auf dem Foto doch ist (c) by Joachim Wenk
Dahlie Twillight (Zwielicht), wie passend der Name hier auf dem Foto doch ist (c) by Joachim Wenk


Dahlienblüte  (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte  (c) by Joachim Wenk

Herbstastern und Endivien
Herbstastern im Staudenbeet, wie sie der Endivien sieht  (c) by Joachim Wenk

Die großen Herbstaster-Büsche müssen zusammengebunden werden, sonst fallen sie gnadenlos auseinander.

Herbstastern
die gleichen Herbstastern, wie ich sie sehe (c) by Joachim Wenk

Herbstastern (c) by Joachim Wenk
Herbstastern (c) by Joachim Wenk



Wenn man die Astern nicht anbinden fallen sie auseinander und bilden einen noch breiteren Busch. Gut, daß hier hinter ihnen der Zaun sie aufhält.

Herbstastern (c) by Joachim Wenk
Herbstastern (c) by Joachim Wenk


Und wenn man sie wachsen lässt werden sie immer größer und größer in ihrer flächigen Ausdehnung.
Herbstastern (c) by Joachim Wenk
Herbstastern (c) by Joachim Wenk


Hier das Staudenbeet in der Gesamtansicht.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Myrtenaster (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster (c) by Joachim Wenk

Rose de Rhest (c) by Joachim Wenk
Rose de Rhest (c) by Joachim Wenk






Schokoladenblume und Ringelblume (c) by Joachim Wenk
Schokoladenblume und Ringelblume (c) by Joachim Wenk

Meine Dachwurzsammlung Sempervivum(c) by Joachim Wenk
Meine Dachwurzsammlung - ein Teil davon jedenfalls (c) by Joachim Wenk



Zum Abschluß noch einer unserer Karpfenweiher unter wildem Wolkenhimmel.


Karpfenweiher unterm Wolkenhimmel (c ) by Joachim Wenk





Herbsttag (Rainer Maria Rielke)

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Freitag, 6. Oktober 2017

Chili und Glockenpaprika werden rot und im Gewächshaus habe ich winzige Knollen geerntet

Die übliche Choreographie im Herbst. Es beginnt mit dem Wegräumen der Tomaten im Freiland und dann wird das  Gewächshaus abgeräumt. Wie dieser Tanz weiter geht, erfahrt ihr in den Beiträgen der nächsten Wochen und Monate. 

Jetzt geht es erst einmal um das Gewächshaus.

die Wildchili wird reif (c) by Joachim Wenk
die Wildchili wird reif (c) by Joachim Wenk

Sommerabschluß im Gewächshaus


Zwei Tomaten waren schon welk und sind bereits am Kompost verrottet. Weitere Pflanzen tragen reichlich. Wird da noch was reif? Sie stehen ja im Gewächsaus und wenn man die Türen schließt, ist es  wärmer als draußen. Da könnten sie doch noch reifen. Oder? Nein! Sie reifen genau so gut, wenn man sie abmacht und im Keller liegend bewahrt, bis sie rot sind. 

Für das Gewächshaus gilt ansonsten das Gleiche wie für die Freilandtomaten. Wichtig ist, dass sie jetzt nicht noch die Fäule bekommen. Schließt man die Gewächshaustüren und Fenster, wird es wohl wärmer aber eben auch feucht. Und Nachts ist es dennoch sehr kühl. Optimale Bedingungen für die Sporen der Braunfäule zu zu schlagen. Also weg mit den Tomaten. 

Wie sieht es mit den Paprika aus? Die bekommen keine Fäule. Aber reifen die noch? Meiner Erfahrung nach bringt es nichts, im Oktober noch auf nachreifende Paprika im Gewächshaus zu warten. Also kommen sie auch weg. Ein paar, schon Farbe annehmende Früchte liegen jetzt in der Küche. Die reifen noch ein wenig nach und werden dann verkocht. Es war eine reiche Ernte dieses Jahr. 

Ein Problem habe ich da aber noch. Die Wildchili, meine einzige Peperoni und die Glockenpaprika, auch mehr Peperoni als Paprika. Eine Wildchili habe ich aus Versehen raus gerissen. die liegt jetzt  im Haus. Die andere ist ja fast reif, ich lasse sie noch ein paar Tage im Gewächshaus. Das machte ich jedes Jahr so und die Chilies sind immer dann reif und sehr scharf gewesen. 




Glockenpaprika im Gewächshaus (c) by Joachim  Wenk
Glockenpaprika im Gewächshaus (c) by Joachim  Wenk

Glockenpaprika  (c) by Joachim  Wenk




Die Glockenpaprika aber ist echt spät dran. So viele Früchte und erst 2 am Reifen. Ich habe im Frühjahr gesät und das ist der Grund. Wenn es mir gelingt, diese Pflanze zu überwintern, hat sie nächstes Jahr einen Vorsprung und ich kann eher reife Früchte ernten. Wie lange lasse ich sie noch im Gewächshaus? Wann hole ich sie rein? Da bin ich gerade noch am Überlegen. 



Was steht noch im Gewächshaus? Basilikum. Groß, zum Teil verholzt. Es richt aromatisch beim daran Streifen. Aber der Geschmack ist nicht mehr so vielseitig und aromatisch, eher plump. Ausserdem  habe ich ja alles nötige eingelagert. Ich lasse es noch stehen. Es hat reichlich geblüht, aber leider etwas spät. Nun sind die Samen noch nicht reif und ich brauche doch für nächstes Jahr wieder welche. Also hoffe ich, dass ich noch den einen oder anderen schwarzen Punkt im Samenstand erkennen kann. Dann wird mit größter Sorgfalt geerntet, so wenig Samen wie ich dieses Jahr erst habe. 

Winzige Knollen im Gewächshaus geerntet


Schließlich sind da nun nur noch diese Grashalme. Hüfthoch stehen sie zwischen den Paprika. Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob ich da was ernte. Vor vielen Jahren hatte ich es einmal im Blumentopf versucht und die Ernte war echt schwierig. Wie wird sie sich im Gewächshaus gestalten? 

Erster Versuch. Klar die Knollen sind winzig, das ist mir bewußt. Aber der Boden ist locker und so finde ich sie relativ rasch. Immer wieder mit dem Schäufelchen rein und wenden und jede einzeln aufnehmen. Pflanze für Pflanze ausgraben und die Umgebung absuchen. 

Auch ein Sorte mit rundlichen Knöllchen habe ich scheinbar angebaut. Die sind am Größten und ich werde sie nächstes Jahr wieder anbauen. Mal sehen, ob ich Knöllchen bis dahin lagern kann. 

Wer weiß welche Knöllchen das sind? Man kann sie im Bioladen auch kaufen. Ganz oder geschrotet. 

Sie sind knackig und schmecken wie Mandeln. Sie sind halt voller Erde. Was liegt also näher, als sie Erdmandeln zu nennen..... Eine nette Spielerei für Gärtner, die gerne experimentieren. 

Erdmandeln frisch aus der Erde (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln frisch aus der Erde (c) by Joachim Wenk



Erdmandeln nach der ersten Wäsche (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln nach der ersten Wäsche (c) by Joachim Wenk



Erdmandeln nach  dem Waschen und Abrubbeln (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln nach  dem Waschen und Abrubbeln (c) by Joachim Wenk




Jetzt ist es leer im Gewächshaus. Die Überreste von Paprika und Tomate bleiben fürs erste mal am Boden liegen. Ich kann ihn ja nicht offen liegen lassen. Er muß immer bedeckt sein. Und ich habe noch keinen anderen Mulch, der Rasen wird erst irgendwann noch einmal gemäht. 

Gewächshaus nach dem Sommer (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus nach dem Sommer (c) by Joachim Wenk

Hier steht noch die Zwergseerose. 

Zwergseerose im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Zwergseerose im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Stecklinge von einer Weinrebe. Ob sie Wurzeln bekommen? 

Stecklinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Stecklinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Und noch ein Steckling. Eine Linde. 

Lindensteckling (c) by Joachim Wenk
Lindensteckling (c) by Joachim Wenk


Orkan Xavier - schon wieder ein Sturm


Und dann war plötzlich Schluß mit Lustig, der Orkan Xavier zieht auf. 

Ja ihr seht richtig, er hat den Stützpfosten für unseren Hausbaum umgekippt. Gut, daß der Hausbaum mittlerweile von allein stehen kann. Ihm ist nichts passiert. Der Verbindungsstrick ist ohnehin schon lange nicht mehr vorhanden. 


(c) by Joachim Wenk


Meine Palme liegt wieder im Rasen. Ich habe sie aufgerichtet und einen sehr schweren Betonbrocken daran gebunden. Bis ich mich's versehe, liegt sie wieder da. So bleibt sie jetzt bis der Sturm vorüber ist.

(c) by Joachim Wenk














Ach ja und nicht wundern, dass so schönes Wetter ist. Die Wetterapp sagte für 16 Uhr Regen voraus. Quasi Schlag 16 Uhr ging es los. Sintflutartig und das bei Orkan. Ne also da will ja niemand auch nur die Nase zur Haustüre hinausstecken.

Da bleibe ich lieber drinnen und schreibe an meinem Tagebuch oder auf Neudeutsch: Blog

Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Kartoffelernte ist abgeschlossen und ein Schlußstrich kann gezogen werden

Es ist also vollbracht. Mein Kartoffel-Jahr ist abgeschlossen. Die letzten Knollen sind geerntet. Nun kommt das Sortieren, Lagern, Verkosten, Genießen in unzähligen Kartoffelgerichten. Und es kommt die schwere Entscheidung, welche Sorten ich vielleicht nächstes Jahr gar nicht mehr anbaue. 

Mein  Grundstückchen unten am Dorfweiher

Zuerst aber einmal kommt doch noch mal mit in meinen Garten unten am Dorfweiher. 

Warum ich immer von unten rede, sieht man hier am Foto sehr gut. Der Blick vom Garten aus hinauf zum Haus. 



Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk

Hier ein Blick in Richtung Dorfmitte. Man sieht, wie der Garten direkt an der Dorfstraße liegt. 

Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk

Gleichzeitig so romantisch direkt am Ufer des Weihers.  Ein Geschenk so ein Grundstückchen bewirtschaften zu dürfen. Dies war der zweite Sommer und die erste Saison, in der ich das Grundstück von Frühjahr an bewirtschafte.

Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk



Seht mal, wie die Kartoffeln schon direkt an der Erdoberfläche liegen. Ich habe sie damals nur in einen leichten Graben gepflanzt. Der wurde mit dem Rechen danach nur zugezogen. Angehäufelt wird nicht. Unnötige Arbeit. Schließlich kam eine etwa 10 dicke Mulchschicht aus Stroh auf die ganze Fläche.

Das Stroh ist jetzt beinahe vollkommen verrottet und die Kartoffeln liegen direkt unter der Strohschicht. Sie mußten sich nicht anstrengen, in der Erde zu wachsen und ich muß  mich nicht sonderlich anstrengen, sie auszugraben. Die Handschaufel genügte. Und so rutsche ich auf allen Vieren, was die rückenschonendste Haltung ist, wieder Reihe für Reihe durch den Garten. Wieder ist die Ernte sehr zufriedenstellend.



erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk
erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk


Leider weiß ich jetzt aber auch, so denke ich , warum meine 40 im Frühjahr gesetzten Grünspargel nicht austrieben. Nur drei oder vier und die sind dann unter dem Unkraut und Kürbissen verschwunden, weil ich keine Lust mehr hatte mich um den Spargel zu kümmern.

Die Antwort auf meine Frage lautet schlicht: Wühlmäuse.

Etliche Kartoffeln sind angefressen und nicht mehr verwertbar. Meiner Ernte macht das nicht viel. Aber ich denke, die Viecher haben im Frühjahr die Grünspargelwurzeln aufgefressen. Warum sonst kommt von dutzenden Pflanzen, die im Fachhandel gekauft wurden, keine zum Wachsen?

Die späten Lagerkartoffeln sind nun auch geerntet


Die Kübel mit den Kartoffeln werden den Berg hinauf gezogen und in der Wiese zum Fototermin ausgekippt.

Das hier ist die Sorte Cara. Eine späte Lagerkartoffeln, widerstandsfähig gegen die Krautfäule und trockenheitstolerant. Die Kartoffeln sind sehr groß aber auch mit vielen sehr kleinen dabei. 34 Kartoffeln habe ich gesteckt und nun 13 kg Speisekartoffeln geerntet.

Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk

Daneben war noch die Sorte Sarpo Mira zu ernten. Ebenfalls eine sehr widerstandsfähige Lagerkartoffel. Wieder viele große und sehr große Kartoffeln aber auch eine Menge sehr Kleiner. Die Knollen aber sind schön, haben eine feste Schale und sind gesund.

14 vorgetriebene Kartoffeln gepflanzt und 8 kg Speisekartoffeln geerntet.


Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk


Das ganze Grundstückchen von etwa 35 qm wurde nun, da es vollkommen abgeerntet ist, natürlich sofort wieder mit Mulch bedeckt. Offene Erde ist immer schlecht fürs Bodenleben. Und genau das ist mir ja so wichtig. Wir haben wieder Rasenschnitt verteilt.

Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk
Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk


Wenn ich alles zusammen rechne, habe ich im Frühjahr fast 100 vorgetriebenen Kartoffeln der unterschiedlichen Sorten  gepflanzt. Nun durfte ich etwa 85 kg Speisekartoffeln wieder ausgraben. Alles zusammen gerechnet eine sehr gute Ernte. Einige Sorten brachten überdurchschnittlich viel Ertrag und andere sehr sehr wenig. Leider gehört  die ansonsten gute Sorte Duke of York zu den absoluten Etragsminimalisten. Ich denke, als Frühkartoffel muß ich mir eine andere Sorte aussuchen. Auch schon im vergangenen Jahr brachte der Duke keine Ernte. Daher schließe ich darauf, daß er nicht zu mir und meinen Gärten passt. 


Wenn Gemüse zum Unkraut wird

Zum Abschluß noch eine lustige Beobachtung, die ich in den letzten Tagen machen durfte. 

Salat. 

Salat? Ja! Salat.  Er geht überall auf und in jeder Ecke finde ich kräftige junge Salatpflanzen in den Gemüsebeeten. Wie Unkraut wächst er da. 

Wer sich nun fragt, wie das geht, soll Antwort erhalten.

Im Frühjahr hatte ich zu viele Pflanzen gezogen. Einige schossen, weil sie absolut zu lange im Beet standen. Ich ließ ein paar blühen, weil ich Samen abnehmen wollte. Da ich nur samenechte Sorten baue, ist das kein Problem. Diese winzigen Samen, wie beim Löwenzahn mit Flugschirmen ausgerüstet, wurden natürlich vom Wind auch in den Beeten verteilt. Das Ergebnis sieht man jetzt. 



wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk

wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk


Nicht so kräftig wie die wild aufgegangen, sind die von mir ausgesäten Wintersalate. Nun sind die restlichen aus pikiert und ich bin gespannt, ob das noch kräftige Pflanzen werden. Immerhin sollen sie ja den Winter draußen im Beet verbringen können. Vier Sorten will ich testen. Ob da im Frühjahr noch welche da sind und ob ich wohl Salat ernten werde?

Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Donnerstag, 28. September 2017

Dummer Bauer- dicke Kartoffeln. Toll: ich habe beides dicke und dünne Kartoffeln...

Jetzt sitze ich also Nachts müde am Sofa. Es wird höchste Zeit, über die Erlebnisse im Garten zu berichten. Viel ist geschehen und dennoch kommt es mir vor, als würde nichts geschehen. Und wenn ich von "nichts" spreche, vergleiche ich den aktuellen Arbeitsanfall mit dem vom, sagen wir, Mai oder Juni. 

Nun ja, wenn ich also jetzt auf meinem Sofa die Fotos für den Beitrag zusammenstellen möchte, stelle ich fest, daß in den  vergangen Tagen durchaus etliches passiert ist. 

Da brauche ich wieder allein zum Aussuchen der richtigen Fotos beinahe so lange, wie zum Schreiben. Und dann die immer wiederkehrende Frage: welches Foto soll den Anfang machen? 

Ein Blick auf die Uhr durch meine müden Augen sagt mir, daß ich mich schnell entscheiden sollte. 

Gedanken oder Fragen zur Gemüseernte - gelöst und ungelöst


Tarraaaa, da ist es. Fangen wir doch einfach mit dem Thema Ernte und dem Wochenende an. 

sonnengelbe Zierkürbisse auf der Sonnenliege (c) by Joachim Wenk
sonnengelbe Zierkürbisse auf der Sonnenliege (c) by Joachim Wenk

Unten am Weihergarten nahm ich mir wieder zwei Reihen meiner Kartoffeln vor. Immer Eines nach dem Anderen. So wird man irgendwann auch fertig mit der Arbeit. Nach diesen, sind es nur noch 3 weitere Reihen von 7.

Ach so? Das hier sind aber keine Kartoffeln meint ihr?

Klar das sind ein paar Zierkürbisse für die Herbstdeko. Drei oder vier Pflanzen hatte ich gesetzt. Ich glaube sogar, es waren doch nur drei. Letztes Jahr haben wir für diese Deko noch  bezahlt! Das sollte mir nicht mehr passieren. Ein paar Kerne der letztjährigen Kürbise hatte ich darum aufgehoben.

Das Ergebnis, die endgültige Ernte, sieht man hier. Endgültig deswegen, weil ich vor kurzem ja schon einige für's Geschäft mitgenommen habe.

Nach dem Erntemaraton am Weiher luden wir Kartoffeln  - ja die kommen schon auch noch ins Bild - und Kürbisse in den Transporter und Volker fuhr damit durchs Dorf. Die Stammtisch-Damen wurden mit Zierrat für Halloween versorgt.

Den Rest habe ich mit einem Bürstchen schön sauber gewaschen. Zum Trocknen kamen sie auf meine Liege, die ich selbst  nur ein einziges Mal benutzt habe.

Jetzt kann ich welche für die Deko einsetzen. Im Geschäft ist schon dekoriert und den Rest haben wir als kleine Aufmerksamkeit verschenkt. Ich hätte ja nie gedacht, daß Zierkürbisse so reich tragen.

sonnengelbe Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk
sonnengelbe Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk

Auch eine Zierde, aber eher für Nahrungszwecke angebaut und schon dauernd in den letzten Wochen am Tisch gehabt, sind die Ufokürbisse. Ich habe sie jetzt abgeerntet. Ob man sie in der Größe auch noch essen kann, muß ich noch herausfinden. Für die Deko in den kommenden Wochen taugen sie allemal.

Ufokürbis (c) by Joachim Wenk
Ufokürbisse bis zum Abwinken (c) by Joachim Wenk

Wenn der dumme Bauer dicke UND dünne Kartoffeln erntet...


Und schon sind wir bei der Haupternte vom Samstag.

Zwei Reihen Kartoffeln habe ich geerntet. Das Ergebnis ist wirklich interessant. In jeder Reihe habe ich 12 vorgetriebene Kartoffeln am gleichen Tag mit dem gleiche Dünger und weiteren Pflege gesteckt.

Die rotschalige hier heißt Setanta. Eine reichtragende, widerstandsfähige (Kraut-Knollenfäule und Schorf) und mehlig kochende Kartoffel mit großen Knollen. So beschreibt sie der Katalog.

frisch geerntete Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
frisch geerntete Kartoffeln (c) by Joachim Wenk


Reichtragend und großknollig. 12 Steckkartoffeln brachten 20 kg Ernte und 2,5 kg Saatkartoffeln hervor. Ich sage, der Katalog hat recht.

Kartoffeln der Sorte Setanta (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln der Sorte Setanta (c) by Joachim Wenk

Daneben erntete ich die Bionica. Eine neue Sorte, gezüchtet, um der Krautfäule und Viruskrankheiten zu trotzen. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit ist sie besonders für   den Bioanbau ohne chemische Spritzmittel geeignet. Sie bringt mittelgroße Knollen, heißt es weiter. Und immer wieder wird betont, daß sie wirklich außerordentlich widerstandsfähig ist. Darum baue ich sie seit Jahren an. Sie ist widerstandsfähig. Krautfäule kenne ich da gar nicht. 

Kartoffeln der Sorte Bionica  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln der Sorte Bionica  (c) by Joachim Wenk

So weit so gut. So genau wie dieses Jahr, habe ich aber noch nie den Kartoffelanbau notiert. Und nun kann ich sagen, nein besser fragen, wie kommt das? 

Gleiche Menge, gleicher Tag, gleiches Beet, gleiche Pflege und doch habe ich bei der Bionica nur 4 kg geerntet. Im Vergleich zu den 22,5 kg bei Setanta.  Ein niederschmetterndes Ergebnis. 

Ich finde nur eine einzige Erklärung. Ein Detail der Sortenbeschreibung habe ich noch nicht genannt und es auch selbst erst nachlesen müssen. Ich schenkte dem keine größere  Bedeutung zu. Sie erreicht die beste Qualität und scheinbar auch den besten Ertrag auf leichten Böden, seht im Katalog.  

Nein, leicht ist der Boden nicht, wo sie wuchs. Eher  schwer und verdichtet. Wer also auch solchen Boden hat, sollte das berücksichtigen, wenn diese Sorte einmal ausprobiert werden sollte. 

Sonniger Herbst im Landgarten


Das waren die Ereignisse vom Wochenende. Nach so einem Wochenende kommen ja wieder die langen, düsteren Stunden der regulären Arbeit. Keine Zeit für Garten und Kartoffeln oder Ernten. 

Um so schöner ist dann immer der  freie Tag. Und seht selbst, wie schön dieser beginnt, wenn nach einigen Tagen der Tristesse einmal wieder die Sonne scheint. Wen hält es da noch im  Haus? Mich nicht. 

sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Stockrosenblüte  (c) by Joachim Wenk
Stockrosenblüte  (c) by Joachim Wenk

Herbstastern  (c) by Joachim Wenk
Herbstastern  (c) by Joachim Wenk

Herbst und Gemüseernte


Heute wird wieder richtig gearbeitet. Nicht für Geld aber fürs Leben. Ganz wichtig war mir die Ernte meiner Rotkohlköpfe. Sie war längst überfällig. Die Hüllblätter glichen schon einer Spitzendecke, so durchlöchert von Raupen und Schnecken waren sie. Das waren aber nur die äußersten Blätter, die sowieso entsorgt werden. Ich sah ja, die Köpfe sind intakt. 

Das ist sie die Ernte. Auch hier wieder eigentlich interessant. Ich sähe meinen Kohl ja selbst, pikiere, Pflanze, dünge, mulche und gieße alle zur gleichen Zeit und mit der gleichen Menge. Egal ob das der Dünger ist oder die Liebe und Zuwendung. Nun schaut euch die Köpfe an. Der Größte hatte über 2,5 kg. Die kleinen etwa 500 Gramm. Woran das liegt? Es ist eine Samenfeste Sorte, aber ich glaube keine alte Sorte. Bei manchen alten Sorten ist der Ertrag ja  nicht von Pflanze zu Pflanze gleich, wie bei den neuen Hybridsorten. Ob das bei der Sorte dennoch so ist, auch wenn sie keine alte Sorte ist? 

Blaukrauternte (c) by Joachim Wenk


Das Kraut ist also abgeerntet. Der Gemüsegarten sieht schon irgendwie eigen aus im Herbst. 

Vom Ende der Tomatensaison 2017


Die Tomaten sind jetzt auch nicht mehr grün. Die bitterkalten Nächte von immer etwas 6 Grad machen ihnen zu schaffen. Tags wird es ja, bis auf heute,  auch nicht wirklich warm. 

Freilandtomaten Ende September (c) by Joachim Wenk
Freilandtomaten Ende September (c) by Joachim Wenk


Dass da noch welche reifen, kann ich vergessen. Dran hängen täten noch wahnsinnig viele. So mache ich heute alle ab, die schon verfärbt sind. Sie reifen in wenigen Tagen nach und ich kann noch mal etwas daraus kochen oder Sauce machen. 

allerletzte Tomatenernte 2017 (c) by Joachim Wenk
allerletzte Tomatenernte 2017 (c) by Joachim Wenk

Und dann nehme ich es in Angriff. Das Signal, dass der Sommer nun endgültig auch in meinem Herzen vorbei ist. Ich entferne die Tomaten. 

Das hat auch seinen Grund. Noch sind die Blätter gesund. Keine Braunfäule ist dran. Das Wetter, die Temperaturen und die  Jahreszeit können die Fäule aber von jetzt auf gleich ausbrechen lassen. 

Das würde meiner Ernte auch nicht mehr schaden, als das heutige komplette Entfernen der Pflanzen. 
Aber ! und das ist entscheidend. Würde die Fäule jetzt noch ausbrechen, hätte ich die Sporen überall. Sie sind sicher so auch schon da. Aber nicht in hohen Konzentrationen. Würden die Tomaten erkranken, käme das einer Sporenzucht gleich. Sie könnten sich vermehren und wären überall. Am Rankgerüst, im Boden und auf den Wegen. Nächstes Jahr kann dann eine feucht-kühle Periode im Sommer sofort die Fäule ausbrechen lassen. 

Nein, da ernte ich lieber jetzt ab und bringe die Tomaten auf den Kompost, bevor die Krankheiten ausbrechen. 

Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk


Oh und wie leer das nun aussieht. Acht Monate wird es so bleiben. 
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk


Die neu gepflanzten Erdbeeren freut das sicher. Sie bekommen jetzt richtig Licht. 
neu gepflanzte Erdbeeren  (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Erdbeeren  (c) by Joachim Wenk


Ich lasse dieses Jahr auch die Ernterückstände weitesgehend gleich als Mulch in den Beeten liegen. Der Boden ist bedeckt, die Bodenlebewesen erhalten dadurch Futter und ich muß nicht alles auf den Kompost schleppen. Den Kompost nächstes Jahr umschichten und übernächstes Jahr sieben und eimerweise wieder zurück in die Beete schleppen. Sind die nicht immer bedeckt, kränkelt und schwächelt das Bodenleben. Der dann von mir darauf geschmissene Kompost könnte gar nicht optimal augenommen und verarbeitet werden, dass die Pflanzen etwas davon haben. Wer von all diesen Zusammenhängen weiß, der freut sich eher am abgedeckten Boden, als er sich an der  Optik stört. In wenigen Tagen sind die Blätter ohnehin braun und fallen gar nicht mehr so auf. Übrigens erkennt ihr das Lochmuster in den Blättern? Gerade noch habe ich von Spitzendeckenaussehen gesprochen.

abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk
abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk

abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk
abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten ist noch lange nicht Schluß


Aber nicht überall im Gemüsegarten sind die Beete schon leer. Da kommt noch einiges an Erntearbeit auf mich zu.

Ein paar Pastinaken habe ich doch ziehen können. Sie dürfen noch eine Weile im Beet bleiben. Und der Neuseeländer Spinat sät sich hoffentlich reichlich aus. Seine Samen bekommt man so schlecht und zum Keimen bringe ich sie so gut wie nie. Die im Beet gebliebenen Samen vom letzten Jahr keimen aber von ganz allein.

Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk

Auch die Möhren stehen schön und haben schon orangene  Schultern. Ein paar werde ich wohl ernten. Ich weiß nicht, wie oft ich sähen mußte, daß ich diese Reihe hier habe.

Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk


Im Gemüsegarten wird es immer sonniger, nachdem immer mehr abgeerntet ist. Das Plus an Licht kommt dem Endivien zu Gute. Er wächst prächtig. 

Endiviensalat  (c) by Joachim Wenk
Endiviensalat  (c) by Joachim Wenk

Meine liebste Zutat für den Kräutertee. Verveine, die Zitronenverbene. Mehrmals habe ich sie wieder abgeerntet. Am Schluß  durfte sie wuchern und Kraft sammeln. Demnächst schneide ich sie wieder ab und grabe sie aus. Im Topf überwintert sie dann frostfrei. Im Freien wäre sie bei mir nicht winterhart. So aber habe ich den Strauch schon viele Jahre. 

Zitronenverbene (c) by Joachim Wenk
Zitronenverbene (c) by Joachim Wenk

Nach getaner Arbeit sitze ich auf dem Bänkle im Gemüsegarten und  blicke  um mich. Ja es ist Herbst und der Garten hat sein charakteristisches Aussehen. Verwildert, ausgewachsen, farbig, abgeerntet und dennoch zugewachsen oder zugewuchert. Im Frühjahr, wenn ich hier wieder anfange ist alles eine brettebene leere Fläche. So wie vor einem guten halben Jahr und wie es auch wieder in einem halben Jahr der Fall sein wird. Schaut euch doch mal meine Berichte vom März an....

Herbst im  Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Herbst im  Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk

Aber weiter geht's. Das Bänkle wird verlassen und alles Geerntete ins Haus geschleppt. Kurz sind sie schon die Tage. Herbst -Tag-und-Nachtgleiche hatten wir bereits. Das heißt, die Tage sind nun wieder kürzer als die Nächte....

Gut dass wir elektrisches Licht haben und auch Nachts drinnen arbeiten können. Das Blaukraut habe ich gleich verarbeitet. Sauerkraut, eingefroren und mariniert, daß ich es morgen einkochen kann. 

8 kg Blaukraut hobeln. Wer von euch kann sich vorstellen, wie es in meiner Küche jetzt aussieht? 

Blaukraut von innen (c) by Joachim Wenk
Blaukraut von innen (c) by Joachim Wenk